4. Juni - Versicherungsarbeiten durch die Löw-Eisrinne bis zur Kinshofer-Wand

Installieren der Fixseile in der oberen Löw-Eisrinne, ca. 5600 m
Installieren der Fixseile in der oberen Löw-Eisrinne, ca. 5600 m



Völlig überrascht blicken wir in einen tiefschwarzen Sternenhimmel, als um 0 Uhr der Wecker klingelt. Eineinhalb Stunden später steigen wir zur Löw-Eisrinne auf, dieses Mal durch noch tieferen Neuschnee spurend. Alle alten Spuren sind erneut verwischt. Viel Kraft und Zeit sind verbraucht, als wir um ca. 6.30 Uhr am Routenkopf ankommen. Lawinengefahr am rechten Rand der Eisrinne lässt uns die Querung sehr früh nach links ansetzen. An zwei Felsinseln vorbei, wählen wir die direkteste Anstiegslinie zur Basis der Kinshofer-Wand. Nach weiteren 3 1/2 Stunden anstrengender Spurarbeit ist diese endlich erreicht und wir begeben uns auf den späten Abstieg, nachdem wir verbleibende Fixseile und Versicherungsmaterial deponiert haben. Der Abstieg verläuft schnell, bereits nach einer Stunde ist wieder alles im C1 versammelt. Nach kurzem Ausruhen und einer Brotzeit steigen wir zum Basislager ab, wo wir mit Tee und Keksen freudig empfangen werden.

Abstieg durch die Eisrinne, im Hintergrund die Kinshofer-Wand
Abstieg durch die Eisrinne, im Hintergrund die Kinshofer-Wand, Schlüsselstelle im unteren Teil des Aufstiegs