Tagebuch
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6. Juli, Es wird ernst Zum Glück hatten wir nicht bereits am Vortag versucht, die steile Flanke zum Gipfel zu ersteigen. Der tiefe Schnee wehrt uns auch so, bei wesentlich besseren Verhältnissen, noch beständig ab, so dass wir den wesentlich delikateren, überwechteten Steilgrat erklettern müssen. Oben angekommen, erschließt sich uns erstmalig ein spektakulärer Blick auf den weiteren Mazeno-Grat. Durch unsere Zustiegsvariante haben wir unwillentlich die Linienführung Chabot´s und Swenson´s aus dem Jahre 2004 noch zusätzlich um weitere drei Gipfel und einige Kilometer Strecke erweitert. Der Abstieg vollzieht sich steil und mühsam, tiefer Schnee behindert uns immer wieder, so dass wir uns häufig für die schwierigere aber dafür weniger kraftraubende Variante über den Fels entscheiden müssen. Nach mehreren Auf- und Abschwüngen finden wir ein Depot von Doug Scott aus dem Jahre 1994, das zwar etwas von den Vögeln geplündert wurde, ansonsten aber noch gut erhalten ist. Dennoch trauen wir uns nicht, die zum Großteil seit 13 Jahren abgelaufenen Lebensmittel anzurühren. Wenig später schlägt das Wetter um, es beginnt zu schneien und wir sehen uns gezwungen, frühzeitig unser Nachtlager auf 6825 Meter Höhe zu errichten.
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