Tagebuch
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22. Juni, C4 - BC Spät wird aufgestanden, Ruhebedürfnis und Durst sind die treibenden Kräfte an diesem Morgen. Nachdem die Zelte zusammengepackt sind, kommen unsere beiden Hochträger vom Lager 3 herauf und helfen uns beim Abtransport. Wie im Fahrstuhl geht es im Folgenden hinab – 3, 2, 1, in jedem Lager müssen ein paar Gegenstände eingepackt werden, bis die Rucksäcke zum Schluss zum Bersten gefüllt sind. In der Löw-Eisrinne holt uns schließlich die Dunkelheit ein. Wir atmen innerlich auf, als die technisch schwierigen Passagen mit Erreichen von Camp 1 hinter uns liegen, doch der stark ausgeaperte Zustieg über den Gletscher zum Basislager fordert nochmals die letzten Reserven. An der Ufermoräne empfängt es uns unser Koch Manowar mit kaltem Getränk und Keksen und geleitet uns den gesamten Weg bis ins festlich mit Öllämpchen beleuchteten und mit tausend Blumengarnituren geschmückten Basislager, wo wir uns noch ein Mitternachtsdinner schmecken lassen. Bleischwer kommt schließlich der Schlaf über uns, nach diesen intensiven beiden Tagen. |