19. Juni, C2 - C3

Die von Charly angekündigten stärkeren Höhenwinde vor dem Samstag tun ihr übriges, um einen ganz frühen Aufbruch zu vereiteln. Zu kalt sind die Temperaturen, bevor die Sonne die Umgebung etwas erwärmt. So brechen wir erst um 8 Uhr auf. Nach dem kombinierten Grat dominiert Blankeis die Flanke hinauf zum Hochlager 3, das Steigen ist eine Herausforderung nicht nur für die Wadenmuskulatur. Gegen 14 Uhr kommen wir an den Zelten an. So sonnenüberflutet das Lager auch um die Mittagszeit sein mag, am frühen Nachmittag zieht – wie jeden Tag – starke Quellbewölkung auf und bringt etwas Niederschlag in Form von Graupel oder Schneefall. Auch diesen Tag ist es schon bald wieder so weit, doch langen alle noch trockener Haut im Lager an. Die Hochträger von Rainer versichern noch nachmittags die ersten zweihundert Meter der langen Querung in Richtung Lager 4. Der noch fehlende Rest von weiteren zweihundert Metern soll von uns am nächsten Morgen fertig gestellt werden, bevor sich alle an den Aufstieg zum vierten und letzten Hochlager machen.