Vorgesehener Ablauf


1. Tag: Abflug mit Qatar Airways in München über Doha nach Pakistan.

2. Tag: Ankunft in Islamabad, 650 m, mondäne, moderne Reißbrett-Hauptstadt. Sie ziehen ins Hotel (2 Nächte) und besichtigen die riesige Faisal-Moschee mit ihren Raketen ähnlichen Minaretts oder machen einen Bummel über den Bazar.

3. Tag: Zu den Vorbereitungen für die Expedition gehört das Briefing, das der Alpine Club of Pakistan für die Behörden durchführt. Ansonsten die Ausrüstung ein letztes Mal checken und das Gepäck sortieren.

4. Tag: Anstrengende, 12-stündige Fahrt auf dem Karakorum-Highway durch das untere Industal über Besham nach Chilas, 1200 m, wo alte Felszeichnungen zu bewundern sind: Das Gästebuch der Seidenstraße.

5. Tag: Heute wird von der Hauptverkehrsader abgebogen und Bunar angesteuert. Noch ein Stück weiter kann durch das Bunartal bis zum Ende der Straße mit Geländefahr-zeugen gefahren werden, dann heißt es, die Schuhe zu schnüren.

6.-8. Tag: Beginn des Trekkinganmarsches durchs Diamirtal. In den nächsten drei Tagen folgt man dem Talverlauf über Diamirai, Ser, Kachal und Jerdin in gemächlichen Etappen bis ins Basislager, 4250 m, traumhaft auf einer Hochgebirgswiese am Rande des riesigen Diamir-Gletschers gelegen.

9.-47. Tag: Nun stehen volle 39 Tage für Akklimatisation und die Besteigung des Gipfels zur Verfügung. Die Konzeption der Expedition ist so ausgelegt, dass größtmögliche Gipfelchancen gegeben sind. Genug Zeit also, um auch Schlechtwetterphasen im Basislager abzuwarten oder den Gipfel ein zweites Mal versuchen zu können.
Vom Basislager aus folgt man zunächst der Seitenmoräne des Diamir-Gletschers bis zum Wandfuß. Die heute gebräuchliche Aufstiegsroute verläuft in weiten Teilen auf der historischen Kinshoferroute, es werden vier Hochlager (C1 4900 m, C2 6000 m, C3 6700 m, C4 7300 m) bis zum Gipfel errichtet. Das erste Bollwerk der unteren Diamirflanke, im gesamten rechten Teil mit gefährlichen Seracabbrüchen bewehrt, wird geschickt links umgangen.
Die steile, kombinierte Felswand muss durch eine Folge von Rinnen und Felspfeilern, mit so bekannten historischen Landmarken, wie „Löw-Eisrinne“ oder „Kinshofer-Wand“, erstiegen werden (Schwierigkeiten im Fels bei freier Kletterei bis IV+/V, im Eis bis 65 Grad Steilheit). Nahezu die gesamte Strecke, bis sich das Gelände auf ca. 6000 Metern zurücklegt, muss Stück für Stück mit Fixseilen versichert werden.
In den Schlüsselstellen kann man sich darüber hinaus mit einigen Strickleitern behelfen. Über einen Rücken und zunehmend schneebedecktes Gelände erreicht man die lange Querung zur Bazhinmulde unterhalb der Gipfelwand (bis 40 Grad Steilheit). Auch hier sind wiederum Fixseile notwendig. Vom letzten Lager folgt man nicht der historischen Linie sondern ersteigt den Gipfel heute direkt über die Westflanke des kombinierten Felstrapezes.
Die Schwierigkeiten dieser anspruchsvollen Route liegen nicht nur in den technisch diffizilen Abschnitten der Führe begründet. Das stets sehr steile Gelände, in dem auch objektive Gefahren wie Stein- oder Eisschlag nicht ausgeschlossen werden können, sowie lange, konditionell fordernde Tagesetappen ( bis zu 1100 Hm, 6-8 h/ Gipfeletappe 800 Hm, 8-12 h) fordern den vollen Einsatz.
Nach dem Abbau der Lager und Versicherungen wird über dieselbe Route ins Basislager zurückgekehrt.

48.-58. Tag: Während die Hauptgruppe der Expedition absteigt und nach Islamabad zurückreist, heißt es relaxen und Kräfte sammeln. Dann steht die verbleibende Zeit zur Verfügung, um Projekte wie die Skibefahrung (sollte sie nicht vorher bereits geglückt sein) oder die Mazeno Ridge in Angriff zu nehmen.

59. Tag: Abschied nehmen vom Berg und Abstieg bis zum Straßenbeginn, noch am selben Tag weiter bis Chilas.

60. Tag: Zurück nach Islamabad über den Karakorum-Highway und durch das heiße Vorland des Karakorum in 12-stündiger Fahrt.

62. Tag: Debriefing beim Alpine Club, danach sind Sightseeing und Shopping angesagt, wenn nicht unterwegs Zeit verlorengegangen ist.

63. Tag: Nach frühmorgendlichem Transfer zum Flughafen, Rückflug über Doha und Ankunft in München. Weitere Heimreise.